Besenreiser: Ursache

Besenreiser

Schwere Beine können Frühwarnzeichen ernsthafter Krampfadern sein, gehen aber gelegentlich auch mit Besenreisern einher. Beide Phänomene haben unterschiedliche Auswirkungen, gehen jedoch auf ähnliche Ursachen zurück. Neben einer ungünstigen genetischen Disposition sind vor allem schädliche Verhaltensweisen ausschlaggebend für die Entstehung von unschön sichtbaren Venenbäumen unter der Haut. Die genauen Ursachen sind nicht immer eindeutig festzustellen.

Schlechte Voraussetzungen

Eine mögliche Ursache, die zur Erweiterung der kleinen Venen führt, ist das vor allem bei Frauen oft schwache Bindegewebe. Durch diese angeborene Benachteiligung wird die Erweiterung der Blutgefäße beim Stehen und Sitzen befördert. Konkret führt bei hoher Belastung ein Blutstau in den oberflächlichen Venen zu den gefürchteten Venenerweiterungen.

Nach einer Thrombose oder schwerwiegende Krankheiten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich in Ihren Beinvenen Besenreiser und/oder Krampfadern entwickeln.

Insbesondere während der Schwangerschaft sollten Sie sich um Ihre Beine kümmern. Die zusätzliche körperliche Belastung begünstigt die Entstehung von Besenreisern. In dieser Zeit ist zudem die hormonelle Veränderung des Körpers ein Risikofaktor, der die Entstehung von Besenreisern durch verminderte Elastizität der Gefäße befördert.

Falsches Verhalten

Zu einem großen Teil können Sie die Entstehung von Besenreisern selbst beeinflussen und abwenden. Einen wichtigen Schritt zur Verhinderung von Besenreisern machen Sie, wenn Sie konsequent Übergewicht abbauen oder vermeiden. Neben regelmäßigem Sport kann außerdem eine gesteigerte Alltagsaktivität ("Treppe statt Lift") gegen die unschönen Adergeflechte helfen. In der Reisezeit kann das Tragen von Kompressionsstrümpfen vorübergehend die notwendige Bewegung ersetzen. So lassen sich auch lange Auto- und Bahnfahrten oder Ferienflüge gesund überstehen.

Prävention gegen Besenreiser

Einer Erweiterung der unter der Haut liegenden kleinen Beinvenen kann teilweise mit einfachen Verhaltensregeln vorgebeugt werden:

  • Lagern Sie tagsüber und in der Nacht so oft wie möglich die Füße erhöht.
  • Achten Sie bei sitzender Tätigkeit darauf, möglichst oft aufzustehen und umherzulaufen.
  • Achten Sie bei stehender Tätigkeit darauf, sich gelegentlich zu bewegen oder kurz hinzusetzen.
  • Machen Sie so oft wie möglich kleine Venenübungen (auch im Berufsalltag).
  • Gewöhnen Sie sich an, mehrfach pro Woche sportlich aktiv zu sein.
  • Machen Sie regelmäßig Wechselduschen als Training für die Blutgefäße.
  • Vermeiden Sie enge Kleidung.

Die "Deutsche Venenliga" hat als Zusammenfassung für richtiges Verhalten, das die Entstehung von Venenproblemen verhindern kann, die sogenannte 3L/3S-Regel entwickelt: "Lieber Laufen und Liegen – Statt Sitzen und Stehen".

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