Besenreiser: Risiken, Komplikationen und Heilung

Besenreiser

Eine gründliche Aufklärung über Risiken und potentielle Komplikationen ist ein fundamentales Recht jedes Patienten. Auch bei der Entfernung von Besenreisern kann der Eingriff durch Komplikationen belastet werden. Um möglichst viele Risiken vor dem Eingriff ausschließen zu können, sollten Patientinnen und Patienten das Beratungsgespräch dazu nutzen, sich die individuellen Gefahren vom behandelnden Arzt ausführlich erläutern zu lassen. Je nach gesundheitlichem Zustand sind auch die Risiken unterschiedlich zu beurteilen.

Allgemeine Risiken

Der nicht- oder minimal-invasive Eingriff zur Entfernung der Besenreiser ist mit geringen Risiken behaftet. Den größten Teil können Sie durch striktes Befolgen der Verhaltensregeln, die Sie von Ihrem Arzt im Beratungsgespräch erklärt bekommen, ausräumen. Abhängig von Ihrem Allgemeinzustand wird Sie der Mediziner darauf hinweisen, welche Medikamente und Genussmittel Sie in den letzten zwei bis vier Wochen vor der Behandlung weglassen sollten, um einen optimierten Blutfluss und gute Heilungsbedingungen zu erreichen.

Unabhängig von der Wahl der Verödungsmethode müssen Sie mit mindestens leichten Verfärbungen an der betroffenen Hautregion rechnen. Da bei beiden Methoden abgestorbenes Gewebe zurückbleibt, ist in der direkten Folgezeit ein erhöhtes Thromboserisiko gegeben.

Komplikationen nach der Wärmebehandlung

Die Therapie von Besenreisern mit Lasertechnik muss in den meisten Fällen in mehreren Sitzungen durchgeführt werden. Als direkte Folge einer Einzelsitzung verfärbt sich das behandelte Gewebe und wird dunkelrot bis fast schwarz. Häufig berichten Patienten außerdem über Schmerzen, die nach dem Abklingen der lokalen Betäubung anhalten.

Der konkrete Behandlungserfolg lässt sich erst beurteilen, wenn die Verfärbungen verschwunden sind. Die Wiederholungsbehandlungen verlängern die Gesamttherapie und das subjektive Schmerzempfinden erleichtert oder erschwert die individuelle Akzeptanz der Lasertherapie. Eine sichtbare Narbenbildung auf der Haut ist in der Regel unwahrscheinlich.

Komplikationen nach dem Einsatz von Verödungsmitteln

Das größte Risiko der Sklero(sierungs)therapie besteht in allergischen Reaktionen auf die eingesetzte Verödungsflüssigkeit beziehungsweise den eingesetzten Verödungsschaum. Dieses Risiko kann im Vorfeld durch einen Allergietest deutlich gesenkt werden. Mit weiteren spezifischen Komplikationen ist postoperativ nicht zu rechnen.

Risiken unbehandelter Krampfadern

Besenreiser können in manchen Fällen ein Hinweis auf eine erblich bedingte Bindegewebsschwäche und damit ein erhöhtes Risiko gefährlicher Krampfadern sein. Die Voruntersuchung ist aus dieser Perspektive eine Maßnahme, die Risiken einer individuellen Venenwandschwäche oder Venenklappeninsuffizienz zu reduzieren.

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