Besenreiser: Nachsorge, Heilung und Narben

Besenreiser

Die Behandlung der Besenreiser ist inklusive sorgfältiger Nachsorge problemlos mit dem beruflichen Alltag zu koordinieren. Die wichtige postoperative Versorgung des behandelten Areals an den Beinen ist durch unauffällige Kompressionsstrümpfe zu gewährleisten. Auch der private Alltag ist vergleichsweise kurze Zeit, nachdem die Besenreiser entfernt wurden, wieder in vollem Umfang aufzunehmen. Durch die potentiell notwendigen Folgebehandlungen müssen Patientinnen und Patienten dennoch mit einer längeren Genesungsphase rechnen.

Passive Nachsorge

Nach der Behandlung von Besenreisern an den Beinen erhalten Patientinnen und Patienten individuell angepasste Kompressionsstrümpfe. Diese medizinischen Hilfsmittel können präventiv gegen die Entstehung von Krampfadern bei gefährdeten Personen wirken. In der Nachsorge einer Besenreiserbehandlung unterstützen sie den Blutfluss in der Umgebung des Eingriffs. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Stütz- oder Kompressionsstrümpfe noch einige Zeit nach dem Eingriff tragen. Die genaue Tragdauer besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Die Zeit, die Sie bis zur Wiederholungsbehandlung gegebenenfalls überbrücken müssen, können Sie dazu nutzen, im privaten und beruflichen Alltag venenschonendes Verhalten zu trainieren. Da keine besondere Wundversorgung oder ärztliche Kontrolle notwendig ist, bleibt Ihnen viel Zeit, sich an neue Routinen zu gewöhnen. Beobachten Sie Ihr normales Verhalten bei der Arbeit und in der Freizeit und stellen Sie Ihr Verhalten gemäß der 3S/3L-Regel so um, dass Ihr Operationserfolg lange erhalten bleibt.

Immer eine Erleichterung für die Venen ist das Hochlagern der Beine. Wenn das möglich ist, sollten Sie auch das Fußteil ihres Bettes leicht anheben, so dass die Beine über Nacht eine besondere Erholung bekommen. Verzichten sollten Sie dagegen postoperativ auf die Entspannung in der Sauna oder beim Sonnenbaden, da die zusätzliche Wärme für die Venen Stress bedeutet.

Aktive Nachsorge

Nach einer Lasertherapie oder Sklerosierungsbehandlung können Betroffene ihren Heilungsprozess unterstützen, indem sie sich möglichst viel bewegen, ohne dabei sportliche Höchstleistungen anzustreben. Moderate, aber regelmäßige körperliche Aktivität ist eine Maßnahme, mit der sich der Blutfluss in der Umgebung des Operationsfelds optimiert.

Als Nachsorge oder langfristige Rückfallprävention eignen sich vor allem moderate Ausdauersportarten wie Radfahren und Schwimmen, bei denen keine übermäßige Belastung auf die Beine ausgeübt wird. Außerdem können Sie sich von erfahrenen Physiotherapeuten spezielle Venengymnastik zeigen lassen. Achten Sie in diesem Zusammenhang alternativ auf die Angebote Ihrer Krankenkasse. Manche Kassen bieten Sonderkonditionen und Kostenbeteiligungen für präventive Gesundheitskurse, zu denen auch die venenschonende Gymnastik zählt.

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